Vertreterversammlung

Volksbank Nordharz blickt zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr

Die Volksbank Nordharz eG stellte während ihrer Vertreterversammlung im Hotel der Achtermann vor 131 stimmberechtigten Vertretern und zahlreichen geladenen Gästen sowie Mitarbeitern die Ergebnisse für das Jahr 2018 vor.

„Wir blicken erneut auf ein überaus ereignisreiches Jahr 2018 zurück. Und - ich darf vorwegnehmen - unsere Bank hat sich trotz des weiter anhaltenden Niedrig-zinsumfeldes in 2018 ordentlich geschlagen“. Mit diesen Worten eröffnete Hans-Dieter Reichelt, nach der Begrüßung der Anwesenden, seine Ansprache an die insgesamt über 200 Gäste im Hotel „Der Achtermann“. Nachfolgend präsentieren die Vorstände die Zahlen der Bank aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr:

Bilanzsumme 2018
Als Volksbank Nordharz sind wir die Bank vor Ort. Wir sind Partner für die Geldanlage und die Kreditvergabe, bei Privat- und Firmenkunden. Das ist unser Geschäft und damit sind wir erfolgreich. In einem Umfeld immer stärkerer Regulierung und niedrigen Zinsen ist es uns gelungen, in unserem Kerngeschäft erfolgreich zu bleiben und eine Bilanz 2018 zu erzielen, mit der wir zufrieden sein können. Im Verlauf des vergangenen Jahres ist die Volksbank Nordharz erneut gewachsen. 2018 beträgt die Bilanzsumme nun 357,4 Millionen Euro, das sind 5,1 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

Gesamtkundenvolumen
Hervorzuheben ist die Entwicklung beim Kundengesamtvolumen. Diese Kennzahl gibt die Gesamtheit aller bilanzwirksamen Einlagen und Kredite wieder, inklusive der von der Bank betreuten Produkte unserer Verbundpartner, wie zum Beispiel der Bausparkasse Schwäbisch Hall, der R+V Versicherungsgruppe und der Fondsgesellschaft Union Investment, die nicht in der Bilanz erfasst sind.

Das betreute Kundengesamtanlagevolumen erreichte am Jahresende einen Stand von 473,5 Millionen Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,7 Millionen Euro. Auf der Einlagenseite zählen beispielsweise auch die Fondsvermögen bei unserer genossenschaftlichen Fondsgesellschaft Union Investment mit.

Ausleihen an Kunden
Kredite an Unternehmen und Privatpersonen hier in der Region zu vergeben, gehört bekanntlich zum Kern unseres genossenschaftlichen Auftrags. Deshalb ist diese Position nach wie vor die größte und bedeutendste der Aktivseite.

Zum Stichtag 31. Dezember erreichten unsere Ausleihungen an Kunden einen Stand von 154,3 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 2 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Hintergrund ist einerseits die vergleichsweise schwächere Wirtschaftslage in unserer Region sowie andererseits die stichtagsbezogene Reduzierung einzelner Kommunalkredite.

Einlagen-Entwicklung

Zum Stichtag 31. Dezember haben uns die Kunden Einlagen in Höhe von 285,4 Millionen Euro anvertraut, das ist eine Steigerung von 1,3 %. Darunter verstehen wir sämtliche Kundenguthaben auf Giro-, Spar- und Festgeldkonten. Dabei nimmt der Trend hin zu den täglich fälligen Einlagen weiter zu. Die Anleger vermeiden langfristige Geldanlagen und bevorzugen liquide Anlageformen. Dies ist vor allem auf das weiterhin äußerst niedrige Zinsniveau zurückzuführen. Sicherheit und Verfügbarkeit haben immer noch hohe Priorität.


Eigenmittel/ Solvabilität
eine solide Eigenkapitalausstattung ist nicht nur außerordentlich wichtig zur Erfüllung der europäischen Eigenkapitalanforderungen und Grundlage für Vertrauen in unsere Bank, sondern auch zwingende Voraussetzung für künftiges Wachstum, insbesondere im Kreditgeschäft. Umso mehr freuen wir uns, dass wir im vergangenen Geschäftsjahr das Eigenkapital wiederum spürbar aufstocken konnten. Das Kernkapital wuchs um 5,3 % auf nunmehr 37,9 Millionen Euro und macht damit 10,6 % der Bilanzsumme aus.

Ertragslage
Unsere Einlagen wachsen, und auch unser Geschäft mit unseren Partnerinstituten innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe hat sich grundsätzlich positiv entwickelt. Das zeigt uns, dass unsere Kundinnen und Kunden zufrieden sind.

Grundsätzlich wirkt sich eine solche erfreuliche Entwicklung auch positiv auf die Erträge einer Regionalbank aus. Leider wird dieses Bild jedoch durch die anhaltende Schwäche unserer Zinserträge beeinträchtigt. Unser Zinsüberschuss beträgt 8 Millionen Euro. Im Vorjahr betrug er 8,4 Millionen Euro. Die Ursache für den Rückgang ist die weiter anhaltende Niedrigzinsphase. Das Provisionsergebnis, das wir aus dem Zahlungsverkehr, dem Wertpapierhandel und der Vermittlung von Finanzprodukten und -dienstleistungen erzielt haben, beträgt 3,4 Millionen Euro und liegt damit um 2,5 % über dem Vorjahresniveau.

Auf der Kostenseite stiegen die Personalaufwendungen um 240 TEUR auf 5,6 Millionen Euro. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf 2,3 Millionen Euro. Sie beinhalten die Umbaumaßnahme in der Filiale Jürgenohl und liegen damit rd. 100 TEUR über dem Vorjahreswert.

Die Erträge, um Kosten, Steuerzahlungen im Umfang von 1 Million Euro und Vorab-Einstellungen in die Rücklagen bereinigt, ergeben einen Jahresüberschuss in Höhe von 511 TEUR. Damit liegt der Jahresüberschuss leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden:
- Eine Dividende von unverändert 4,2 % zur Ausschüttung an die Mitglieder. Dies entspricht einer Summe von 203.529,94 Euro.
- Der Restbetrag soll in Höhe von 60.000,00 Euro der gesetzlichen und in Höhe von 240.000,00 Euro den anderen Ergebnisrücklagen zugeführt werden.

Die Vertreter erteilten der Ergebnisverwendung Ihre Zustimmung.

Wahlen zum Aufsichtsrat
Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Frau Dr. Eva Helmold-Kaselowsky und Herr Tobias Schauenburg aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl war möglich und wurde vom Aufsichtsrat empfohlen. Die Vertreter folgten der Empfehlung. Somit kann der Aufsichtsrat in seiner bisherigen Zusammensetzung die erfolgreiche Arbeit fortsetzen.

Schlussbemerkung und Ausblick
Das Jahr 2018 war für die Volksbank Nordharz eG wieder einmal ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Unsere langfristig ausgerichtete Risikostrategie hat sich bewährt. Beim operativen Geschäftsergebnis liegen die wesentlichen Erfolgskomponenten über unseren Planungen.

Das Marktumfeld bleibt eine stetige Herausforderung. Die aktuellen Staats- und Marktturbulenzen werden uns auch im Jahr 2019 weiter begleiten. Die Aussichten für das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland sind verhalten und mit Risiken verbunden.
Trotz alledem werden wir auch in den nächsten Jahren an unserer bewährten geschäftspolitischen Ausrichtung festhalten. Dazu zählt neben der konsequenten Nutzung aller sich bietenden Potenziale für Ertragssteigerungen und Kostenreduzierungen auch der Ausbau der strategischen Wettbewerbsvorteile unserer Bank: Nähe zu unseren Kunden, hohe Kenntnis der regionalen Märkte sowie eine qualifizierte Problemlösung aller Finanzangelegenheiten unserer privaten und mittelständischen Geschäftspartner.
Wir fühlen uns den Menschen und Unternehmen in unserer Region eng verbunden und werden ihnen als verlässlicher Partner weiterhin zur Seite stehen. Uns geht es darum, unsere Mitglieder und Kunden mit ehrlichen Finanzdienstleistungen zu versorgen und die vertrauensvolle Partnerschaft mit dem Mittelstand weiter auszubauen.

Foto: Volksbank Nordharz eG